Ferien at home Teil 4

Geschrieben von Anja - - keine Kommentare

In der zweiten Woche mit allen Kids zu Hause, hatten wir unseren Rythmus einigermaßen gefunden. Für den Montag war erträgliches Wetter vorhergesagt und so realisierten wir ganz spontan unseren verschobenen Ausflug in den Leipziger Zoo. 2 Frauen und 6 Kinder :-D. Da müsste man eigentlich schon Gruppenrabatt bekommen, oder? Der Leipziger Zoo ist riesengroß und man kann dort sicher locker 2 Tage zubringen. Ich sah mich schon das Knöpfchen stundenlang durch die Gegend schleppen. Aber, und das kann mir der Eine oder Andere sicher bestätigen, je mehr Kinder umso entspannter. 

Kinder
© Rose-Greim Fotografie

Von den mehr als 6 Stunden, in denen wir uns dort aufhielten, habe ich die Kleine gerade mal 20 Minuten getragen. Sie war so aufgeregt alles zu entdecken und zu berichten, dass die Beine gar nicht schwer werden konnten. Die Weite des Zoos ist zugleich dessen Vor- und Nachteil. Die Tiere haben (so hoffe ich zumindest) verhältnismäßig viel Platz und Bewegungsfreiheit, sowie eine möglichst naturnahe Umgebung. Auf der anderen Seite kann es gelegentlich passieren, dass keins der Tiere zu sehen ist, so geschehen z.B. bei einigen Affenarten. Etwas enttäuscht hat uns auch der viel angespriesene Koalabär Oobi-Ooobi.

Koala
© Rose-Greim Fotografie

Um selbigen wird ein riesiges Gewimmel gemacht, sicherlich auch, weil der Leipziger Zoo erst der dritte Zoo in Deutschland ist, der diese Art Tiere hält. Den Gutsten hat das alles nicht sonderlich angehoben und er lag äußerst faul auf einem Ast herum. Nun, wer sich mit Koalas etwas näher beschäftigt stellt fest, dass diese Tiere von Natur aus eh nicht die bewegungsfreudigsten sind. Für die Kids war es aber dennoch recht laaaaangweilig.

Die 4 Großen haben die beiden Kleinen hier und da bespaßt und sich auch auf den vielen Spielplätzen, die immer wieder zum verweilen einladen, mit ihnen beschäftigt. So konnten wir beiden Businessmamis auch mal schwatzen. Schöööön :-D. Viele kleine Schmunzler hat uns das Knöpfchen wieder bereitet. In ihrem Weltbild existieren Familien nur in der Form, wie das bei uns ist, das heißt es gibt Papa, Mama und Baby (Kleinkind) und natürlich immer einen Bruder und eine Schwester. Demzufolge ordnet sie die Tiere (egal welche) auch immer derart zu. Wenn dann ein "Bruder" oder eine "Schwester" nicht zu sehen sind, wird das sofort festgestellt und darüber spekuliert, wo die gerade sein könnten. Eine andere Konstellation von Familie passt im Moment einfach nicht in ihre Welt <3. 

Zoo
© Rose-Greim Fotografie

Der Dienstag startete weniger schön, ich hatte furchtbare Kopfschmerzen, Ohrensausen und war total erschöpft. Daher blieb ich den größten Teil des Tages im Bett, der Gatte nahm das Knöpfchen mit ins Nestchen und die Großen waren zu Hause äußerst kreativ. Gerade das Mädel "nervt" mich seit Monaten mit der Bitte, ihre Haare färben zu dürfen. Ich steh dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber, zumal mir eine Frisörin (sagt man das heute noch so?) mir mal sagte, es wäre nicht sonderlich gut für die Haare, gerade wenn die Kinder noch so jung sind. Mein Kompromissangebot ist Haarkreide, macht auch schön bunt, ist absolut unbedenklich und wäscht sich problemlos wieder heraus. 

Bunt
© Anja Pohl

Da ich immernoch reichlich platt war, beschloss ich mir die restliche Woche von meinen Kursen frei zu nehmen. Die letzten Monate (und Jahre) gab es nur wenige Erholungsmomente und sowohl mein Körper als auch mein Kopf forderten etwas Ruhe ein. Der Fußballbub und das Mädel hatten sich am Mittwoch zum Baden mit den großen Jungs der Freundin verabredet und ich machte es mir gerade im Garten gemütlich, mit einem Kaffee, den Geräuschen lauschend und dem Knöpfchen beim spielen beobachtend, als der leicht panische Anruf kam, ich sollte SOFORT kommen, dem Bub ginge es nicht gut. Uff.. mein Herz rutschte ganz nach unten. Ich beruhigte das Tanzmädel und fuhr mich selbst mantramäßig wieder herunter. Das Mädel hat einen kleinen Hang zum Dramatisieren und dem Erzählen nach war der Bub etwas zu lang in der Sonne (NEIN, er braucht keine Mütze, er ist cool!), hatte sich bei einer kleinen Rangelei etwas den Kopf angestoßen und das Trinken war ihm irgendwie auch entfallen. Am Ende ist alles gut ausgegangen, nur mein entspannter Nachmittag war (mal wieder) dahin.

Image
© Anja Pohl

Da der Sommer dieses Jahr ein ordentliches auf und ab zeigt, wollten wir am Donnerstag nachmittag planmäßig ins BWG Erlebnishaus. Aber, und das wissen wir ja inzwischen, mit unseren Plänen ist das so eine Sache und so mussten wir umdisponieren, da das Haus wegen Reinigungsarbeiten geschlossen war. Hier sieht man wieder, wie "gut" ich organisiert bin, ein Blick auf die Website hätte uns den Weg dorthin erspart. Glücklicherweise gibt es noch einen weiteren Indoorspielplatz und so fuhren wir kurzerhand in die Arche Noah. Ich befürchtete wegen der Ferien und des Wetters Massen von Menschen. Dem war allerdings nicht so. So konnte ich, während die drei durch verschlungene Gänge krochen, entspannt einen Kaffee trinken und Zeitung lesen. Also wollte ich.. nach kurzer Zeit merkte ich aber, dass mir die Infos alle seltsam bekannt vorkamen. Noch mit dem Gedanken spielend, dass Printmedien ja wohl zu recht auf dem absteigenden Ast sind, wenn sie die Meldungen erst so spät rausbrachten, stellte ich fest, dass die Zeitung bereits 4 Tage alt war. Mhh... eine aktuelle fand sich nicht. Das war enttäuschend, den Kaffee hab ich dennoch genossen.

Rutsche
© Anja Pohl

Die Arche Noah bietet für kleine und große Kinder eine Fülle an Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Diverse Klettergerüste und Parcous fordern motorische Fähigkeiten ebenso wie die Trampoline. In den vielen Räumen des Gebäudes gibt es aber noch mehr zu entdecken. Für die kleineren z.B. eine Bobbycarbahn und eine riesiges Bällebad. In der weltgrößten Murmelbahn kann man auf 280 qm Fläche nach Herzenslust Kugeln rollen lassen, ihnen nachjagen, danach suchen und fasziniert sein. Ein IndoorPool mit WasserRolle, eine Gokart Bahn und ein Fußballraum mit Torwand bieten viel Abwechslung. Wir sind des öfteren dort und Langeweile kommt nie auf. Für uns ist es eine Schlechtwettervariante, allerdings habe ich beim letzten Besuch auch einen Outdoorbereich mit Fahrzeugen und Wasserrutschen entdeckt. Somit für jedes Wetter ein schöner (wenn auch recht kostenintensiver) Zeitvertreib. 

Bälle
© Anja Pohl

Den Freitag verbrachten wir erneut an unserem Lieblingssee in Zwintschöna. Diesmal hatte ich an ausreichend Spielzeug für das Knöpfchen gedacht und da auch der Bub und das Mädel ganz entspannt waren, konnte ich etwas abschalten und die Zeit genießen.

baden
© Anja Pohl

Der Samstag wurde sehnlichst erwartet. Es ging zu den Picknick Open. Wir erlebten zusammen mit einer Freundin und deren Tochter einen tollen Tag, bei guter Musik, netten Menschen, einer äußerst familienfreundlichen Atmosphäre und dem Gefühl des mal wieder "ausgegangen" seins. Da dies alles so aufregend und spannend für uns war, habe ich einen extra Bericht dazu verfasst, den Ihr hier gerne lesen könnt. Soviel sei gesagt, es ist absolut zu empfehlen, auch mit Kleinkindern und wenn es nächstes Jahr wieder stattfindet, sind wir definitiv dabei! 

Nach so viel Aufregung klang der Sonntag ganz ruhig aus, mit Familienkicken auf der Motor und Eis essen beim Lieblingseismann um die Ecke. Das Eis wird dort selbst hergestellt und enthält immer wieder ausgefallene und besondere Sorten. Mein Tipp: Johannisbeere... mhhhh :-D.

Eis essen
© Anja Pohl

Wie immer, dauerte es etwas, bis wir uns eingegroovt hatten (kennt ihr das auch?). Aber wir haben uns und den Kindern unseren gemeinsamen "Familienurlaub" so schön wie möglich gemacht :-D.

Herzlichst 

Eure Anja

 

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