Ferien "at home" Teil 2

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Als wir am Sonntag Abend während des Essens das Resümee für die zweite Ferienwoche ziehen wollen, fragt das Tanzmädel: "Was haben wir eigentlich gemacht?" Urgs, na bravo.. so aufregend das Ganze, dass schon wieder alles vergessen ist. Oder liegt das an der recht kurzen Merkfähigkeit vorpubertierender Mädels? Nach kurzen Stichworten meinerseits kam dann doch das: "Ach jaaa... " und ein Grinsen dazu. Gut, so schlimm war die zweite Ferienwoche zu Hause dann offenbar doch nicht. 

Sonne
© Anja Pohl

Am Dienstag war das Tanzmädel zu einem Nähkurs im Nähzimmer. Sie hatte dort bereits im letzten Jahr einen Workshop belegt und seitdem ihre Liebe zum nähen entdeckt. Ich bin dahingehend ja recht talentfrei und bewundere Ihre Ausdauer mit der sie zu Hause mangels Nähmaschine mit der Hand kleine Kissen und Täschchen näht.

Nähkurs
© Anja Pohl

Im Nähkurs hat sie sich dann ein Top gemacht. Schickschick.. und natürlich musste es schwarz sein, ihre derzeitige Lieblingsfarbe. Auch ein Vorbote der Pubertät, zudem auch gehört, dass sie unbedingt ihre Haare schwarz färben möchte. Was Kleidung usw. angeht, lass ich ihr freie Hand (bis auf die Hotpants, die durfte sie zum letzten Schultag nicht anziehen.. DRAAAAMA), aber Haare färben mit 12 finde ich, muss nicht sein. Oder bin ich da spießig?

schwarz
© Anja Pohl

Der Donnerstag spielte sich komplett an der frischen Luft ab. Die SG Motor Halle e.V. lud zum "Tag der Toleranz". Hort- und Kitakinder verbrachten zusammen eine spaßigen Tag auf dem Fußballplatz. Während das Mädel zunächst zur Bewachung der Hüpfburg eingeteilt war, spielte der Fußballbub in einer der Mädchenmanschaften mit, quasi als Unterstützung für die kleinen Damen.

Kids
© Anja Pohl

Im Bericht am Abend stieß aber gerade dieser Aspekt dem Bub recht sauer auf. Die Kompetenzen und Fähigkeiten ebenderer wurden dem Anspruch des Bubs nicht sonderlich gerecht und der Frust darüber wurde sehr deutlich. Am Ende hatte er dennoch seinen Spaß. Das Tanzmädel übernahm später sogar ihre ersten Traineraufgaben und coachte mit zwei anderen zusammen die Kitagruppe.

Das Wetter war bombastisch und natürlich dachten weder die Kids, noch der Gatte (noch ich) daran, dass Mützen vielleicht keine schlechte Idee wären. Ganz zu schweigen von Sonnencreme, die ist ja sowieso total uncool. Da ist es dann auch nicht verwunderlich, dass den Bub am Abend Kopfschmerzen plagten, so schlimm, dass er sogar während der Halbzeitpause des EM-Halbfinals ins Bett ging. Demzufolge erfuhr er erst am nächsten Morgen vom Aus der deutschen Nationalmannschaft. Die Tränchen waren nur schwer zu trocknen. Und natürlich war der Schiri schuld (ähmmm... wann lernen Kinder nochmal nicht die Schuld IMMER bei anderen zu suchen?).

Fußball
© Anja Pohl

Für den Sonntag stand eigentlich Klettern auf unserer Ferienplanungsliste. Der Wetterbericht sagte allerdings exorbitante Sonnenstundenanzahl und Temperaturen von 30 Grad voraus. Daher disponierten wir kurzerhand um. Ein Tag am See sollte es werden. Das Knöpfchen war wieder ganz aufgeregt, konnte sie doch damit so gar nichts anfangen. An den Strand, an einen See.. wo fahren wir hin?

Uns zieht es schon seit vielen Jahren gern und immer wieder ins Friedrichsbad Zwintschöna. Das Naturbad hat einen schönen Sandstrand, sauberes Wasser sowie viele Bäume, die Schatten spenden. Die Preise sind äußerst moderat, die Sanitäranlagen in Ordnung und die Versorgung mit Eis, Kaffee und Mittagssnack ganz passabel. Zudem gibt es einen Spielplatz, Fußballtore und Volleyballfelder. Wem nach sportlicher Betägigung ist, kann sich also auch dort vergnügen. Für die Kinder stehen ein Trampolin und Tischtennisplätze, sowie eine kleine Matschstraße zur Verfügung. Die Atmosphäre ist äußerst angenehm und wir fühlen uns dort sehr wohl. Natürlich sehen das auch viele andere Menschen so! ;-)

Gatte und Knöpfchen
© Anja Pohl

Das Knöpfchen brauchte eine ganze Weile, bis es sich weiter als knöcheltief ins Wasser traute. Die Großen hingegen sind relativ schnell im kühlen Nass verschwunden. Ich gebe zu, ich bin da eine ziemliche Mimose. Es muss schon mindestens 28 Grad Lufttemperatur haben (gut, das hatte es) und ziemlich schwitzig, damit ich überhaupt in so kaltes Wasser gehe. Demzufolge übernahm der Gatte das Bespaßungsprogramm mit den Kiddies im Wasser. Meine Aufgabe ist es dann, den Sonnenplatz gemütlich zu halten (und vom Sand zu befreien), die frierenden Kinder warm zu kuscheln, für trockene Kleidung zu sorgen und das Bespaßungsprogramm "an Land" zu übernehmen. In dem Fall Bücher vorlesen, Geschichten erzählen und Fußball spielen. So ein Tag am Wasser begeistert alle Kinder und der Altersunterschied stellt kein Problem dar.

Geschwisterliebe
© Anja Pohl

Allerdings gebe ich zu, so richtig erholsam war das alles für mich nicht. Bei drei Kindern braucht immer irgendeins etwas und die Pausen zwischendurch kamen mir äußerst kurz vor. Vielleicht liegt es aber auch etwas an meiner Anspannung, die mir das runterfahren gerade sehr erschwert. Ich arbeite daran :-D.

Das Fazit der Woche war positiv und yeahhh... Woche 2 (ganz gut) überstanden.

Habt Ihr einen Tipp für spannende Ferienerlebnisse in und um Halle? Vollkommen verplant sind wir noch nicht, daher freu ich mich über Vorschläge. Her damit ;-).

 

Herzlichst

Eure Anja

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